Quelle: Fotolia / Eisenhans
BILANZ:
Bremer SWB investiert in Netze und Wärmewende
Die Bremer „swb AG“ hat 2025 das operative Ergebnis leicht verbessert und die Investitionen deutlich erhöht. Im Fokus stehen Netze, Fernwärme und klimafreundliche Erzeugung.
Der Bremer Energieversorger „swb“ hat das vergangene Geschäftsjahr 2025 mit einem leicht verbesserten operativen Ergebnis
abgeschlossen und die Investitionen deutlich ausgeweitet, teilte das Unternehmen am 7. Mai mit. Nach Angaben des Unternehmens
stieg das Investitionsvolumen verglichen zu Vorjahr um 77,8 Millionen Euro auf 264,4 Millionen Euro. Die Mittel flossen vor
allem in den Ausbau der Strom- und Wärmenetze sowie in Anlagen für Energieerzeugung und thermische Abfallverwertung.
„Schauen wir aktuell auf das Geschäftsjahr 2026, verfolgen wir die Entwicklungen der gesamt- und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr genau, und gleichzeitig sind die Folgen der geopolitischen Ereignisse kaum abschätzbar. Wir erwarten dennoch ein gutes operatives Ergebnis etwas unterhalb des Vorjahresniveaus“, sagte Gunnar Geise, Vorstand Finanzen und Personal.
Der Konzernumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr leicht von 1,71 Milliarden Euro auf 1,67 Milliarden Euro. SWB begründet dies mit geringeren Erlösen aus der Stromvermarktung infolge niedrigerer Marktpreise und rückläufiger Marktanteile. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg dagegen von 150,5 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 158,4 Millionen Euro. Positiv wirkte sich unter anderem die Entwicklung im Bereich Entsorgung aus. Die neue Fernwärme-Verbindungsleitung zwischen Müllheizkraftwerk und Heizkraftwerk Vahr erhöhte laut den Bremern im ersten Quartal 2025 den Wärmeabsatz.
Das Konzernergebnis ging auf 79,4 Millionen Euro zurück, nach 128,3 Millionen Euro im Vorjahr. Ausschlaggebend waren laut Unternehmen Bewertungseffekte bei Derivaten, die keine Auswirkungen auf die Liquidität hatten.
Wettbewerb belastet Marktanteile
Die Marktanteile in Bremen und Bremerhaven sanken 2025 leicht. In Bremen erreichte die SWB AG im Stromvertrieb 79 Prozent nach 81 Prozent im Vorjahr, beim Erdgas 75 Prozent nach zuvor 77 Prozent. In Bremerhaven lagen die Marktanteile bei 85 Prozent für Strom und 82 Prozent für Erdgas. Trotz der Rückgänge liegen die Werte weiterhin über dem Niveau vor der Energiekrise, teilte der Versorger weiter mit.
Zum 1. Januar 2025 stellte das Unternehmen zudem die Strombeschaffung für Haushalte und kleinere Gewerbekunden vollständig auf Ökostrom um. Die Umstellung erfolgte ohne Preiserhöhung. Gleichzeitig verweist die SWB auf steigende Beschaffungskosten im Erdgasgeschäft. Die angekündigte Gaspreiserhöhung zum 1. Juli 2026 begründet das Unternehmen mit den Entwicklungen an den Energiemärkten und den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Hoher Investitionsbedarf bei Strom- und Wärmenetzen
Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt auf dem Ausbau der Netzinfrastruktur. Die SWB sieht im Umbau der Energieversorgung hohe Anforderungen an Strom- und Wärmenetze. Im Fokus stehen neue Umspannwerke sowie die Erweiterung bestehender Leitungsnetze in Bremen und Bremerhaven. Nach Angaben von Technikvorstand Karsten Schneiker plant das Unternehmen in den kommenden Jahren Investitionen von mehr als einer halben Milliarde Euro allein in neue und erweiterte Umspannwerke. Mit der Energie- und Wärmewende werde sich das durchschnittliche Investitionsvolumen des Unternehmens mittelfristig nahezu verdreifachen.
Darüber hinaus treibt die SWB den Ausbau der Fernwärmeversorgung voran. Neue Anschlüsse entstanden unter anderem in der Bahnhofsvorstadt und in Schwachhausen in Bremen sowie in Bremerhaven-Lehe. Auch weitere Stadtgebiete sollen künftig an das Fernwärmenetz angebunden werden. Zugleich bauen die Bremer Versorgungslösungen für Quartiere aus. Im Bremer „Tabakquartier“ und im „Spurwerk“ realisierte das Unternehmen etwa Konzepte mit Photovoltaik, Wärmepumpen, Speichern und digitaler Systemtechnik. Zum Einsatz kommt dort auch die Nutzung von Wärme aus Abwasser.
Das Unternehmen sieht zudem Wachstumspotenzial bei Energiedienstleistungen. Seit 2025 erweitert SWB das Angebot für Haushalte und Gewerbekunden unter anderem um Photovoltaiklösungen, Wärmepumpen und Wallboxen.
Im Bereich Klimaschutz plant SWB am Kraftwerksstandort Hafen eine CO2-Abscheideanlage für das Mittelkalorik-Kraftwerk. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die erste geplante CCS-Anlage an einer Müllverbrennungsanlage in Deutschland. Das abgeschiedene CO2 soll dauerhaft in der Nordsee gespeichert werden. Die Investitionen liegen im hohen dreistelligen Millionenbereich und hängen von Fördermitteln der EU sowie von Bund und Land Bremen ab. Eine Entscheidung über Förderzusagen soll bis Ende des Jahres fallen.
„Schauen wir aktuell auf das Geschäftsjahr 2026, verfolgen wir die Entwicklungen der gesamt- und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr genau, und gleichzeitig sind die Folgen der geopolitischen Ereignisse kaum abschätzbar. Wir erwarten dennoch ein gutes operatives Ergebnis etwas unterhalb des Vorjahresniveaus“, sagte Gunnar Geise, Vorstand Finanzen und Personal.
Der Konzernumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr leicht von 1,71 Milliarden Euro auf 1,67 Milliarden Euro. SWB begründet dies mit geringeren Erlösen aus der Stromvermarktung infolge niedrigerer Marktpreise und rückläufiger Marktanteile. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg dagegen von 150,5 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 158,4 Millionen Euro. Positiv wirkte sich unter anderem die Entwicklung im Bereich Entsorgung aus. Die neue Fernwärme-Verbindungsleitung zwischen Müllheizkraftwerk und Heizkraftwerk Vahr erhöhte laut den Bremern im ersten Quartal 2025 den Wärmeabsatz.
Das Konzernergebnis ging auf 79,4 Millionen Euro zurück, nach 128,3 Millionen Euro im Vorjahr. Ausschlaggebend waren laut Unternehmen Bewertungseffekte bei Derivaten, die keine Auswirkungen auf die Liquidität hatten.
Wettbewerb belastet Marktanteile
Die Marktanteile in Bremen und Bremerhaven sanken 2025 leicht. In Bremen erreichte die SWB AG im Stromvertrieb 79 Prozent nach 81 Prozent im Vorjahr, beim Erdgas 75 Prozent nach zuvor 77 Prozent. In Bremerhaven lagen die Marktanteile bei 85 Prozent für Strom und 82 Prozent für Erdgas. Trotz der Rückgänge liegen die Werte weiterhin über dem Niveau vor der Energiekrise, teilte der Versorger weiter mit.
Zum 1. Januar 2025 stellte das Unternehmen zudem die Strombeschaffung für Haushalte und kleinere Gewerbekunden vollständig auf Ökostrom um. Die Umstellung erfolgte ohne Preiserhöhung. Gleichzeitig verweist die SWB auf steigende Beschaffungskosten im Erdgasgeschäft. Die angekündigte Gaspreiserhöhung zum 1. Juli 2026 begründet das Unternehmen mit den Entwicklungen an den Energiemärkten und den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Hoher Investitionsbedarf bei Strom- und Wärmenetzen
Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt auf dem Ausbau der Netzinfrastruktur. Die SWB sieht im Umbau der Energieversorgung hohe Anforderungen an Strom- und Wärmenetze. Im Fokus stehen neue Umspannwerke sowie die Erweiterung bestehender Leitungsnetze in Bremen und Bremerhaven. Nach Angaben von Technikvorstand Karsten Schneiker plant das Unternehmen in den kommenden Jahren Investitionen von mehr als einer halben Milliarde Euro allein in neue und erweiterte Umspannwerke. Mit der Energie- und Wärmewende werde sich das durchschnittliche Investitionsvolumen des Unternehmens mittelfristig nahezu verdreifachen.
Darüber hinaus treibt die SWB den Ausbau der Fernwärmeversorgung voran. Neue Anschlüsse entstanden unter anderem in der Bahnhofsvorstadt und in Schwachhausen in Bremen sowie in Bremerhaven-Lehe. Auch weitere Stadtgebiete sollen künftig an das Fernwärmenetz angebunden werden. Zugleich bauen die Bremer Versorgungslösungen für Quartiere aus. Im Bremer „Tabakquartier“ und im „Spurwerk“ realisierte das Unternehmen etwa Konzepte mit Photovoltaik, Wärmepumpen, Speichern und digitaler Systemtechnik. Zum Einsatz kommt dort auch die Nutzung von Wärme aus Abwasser.
Das Unternehmen sieht zudem Wachstumspotenzial bei Energiedienstleistungen. Seit 2025 erweitert SWB das Angebot für Haushalte und Gewerbekunden unter anderem um Photovoltaiklösungen, Wärmepumpen und Wallboxen.
Im Bereich Klimaschutz plant SWB am Kraftwerksstandort Hafen eine CO2-Abscheideanlage für das Mittelkalorik-Kraftwerk. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die erste geplante CCS-Anlage an einer Müllverbrennungsanlage in Deutschland. Das abgeschiedene CO2 soll dauerhaft in der Nordsee gespeichert werden. Die Investitionen liegen im hohen dreistelligen Millionenbereich und hängen von Fördermitteln der EU sowie von Bund und Land Bremen ab. Eine Entscheidung über Förderzusagen soll bis Ende des Jahres fallen.
© 2026 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 07.05.2026, 14:49 Uhr
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